Equine Infektiöse Anämie

Aktueller Stand

Die Epidemie ist glücklicherweise erfolgreich bekämpft worden, es sind keine weiteren Fälle mehr aufgetreten!

Aktualisierung September 2015

Die aktuelle Lage stellt sich jetzt so dar: Alle von uns und den Kollegen im Münchner Raum getesteten Pferde waren negativ, also frei vom Virus der Equinen Infektiösen Anämie (EIA). Lediglich zwei Pferde in der Oberpfalz wurden noch positiv getestet (im Händlerstall, der die infizierten Pferde aus Rumänien importiert hatte).

Deshalb wurden jetzt in Oberbayern sämtliche Sperrungen und Beschränkungen aufgehoben, die Pferde dürfen wieder die Ställe verlassen und auch an Turnieren teilnehmen!

Situation August 2015

In den Landkreisen Rosenheim, Miesbach, München und Ebersberg greifen zur Zeit veterinärbehördliche Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung der Equinen Infektiösen Anämie. Ursache hierfür sind drei infizierte und inzwischen euthanasierte Pferde aus einem Betrieb im Kreis Rosenheim. Zwei davon sind aus Rumänien importierte Pferde, die Virusträger waren und ein anderes, einheimisches Pferd im Stall angesteckt haben. Obwohl die importierten Pferde schon jahrelang im Stall waren, ist bislang kein weiteres infiziertes Pferd bekannt geworden. Allerdings fanden auf dem betroffenen Hof Kurse statt und das hierzulande infizierte Pferd nahm im Herbst an einem Turnier teil. Daher werden nun alle möglichen Kontakttiere auf Antikörper gegen das Virus getestet („Coggins-Test“) und die Betriebe mit den Kontakttieren mit einer dreimonatigen Sperre versehen. Dies sind veterinärbehördliche Vorsichtsmaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Die EIA ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die in erster Linie über Blutkontakt übertragen wird. Große blutsaugende Insekten wie Pferdebremsen können dabei in einem Radius von bis zu 200 m als Überträger wirken. Erkranken können nur Einhufer, also Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel. Die Krankheitssymptome sind eher unspezifisch, betroffene Tiere zeigen Fieberschübe, verfärbte Schleimhäute, Leistungsabfall oder Ödeme. Infizierte Pferde können auch symptomlos bleiben und trotzdem lebenslänglich ansteckend sein für ihre Artgenossen. Deshalb werden alle Kontakttiere getestet, auch wenn die Ansteckungsgefahr gering ist. Infizierte Pferde müssen getötet werden, eine Therapie ist weder möglich noch gesetzlich erlaubt.

Am sichersten für die eigenen Pferde ist es, Kontakt mit fremden Tieren vorübergehend zu vermeiden. Gegen Ausritte ist nichts einzuwenden, wenn sie nicht in die direkte Nachbarschaft von gesperrten Höfen führen. Möchte man doch an einem Turnier oder Wanderritt teilnehmen, empfehlen wir, sich über die örtlichen seuchenrechtlichen Gegebenheiten zu informieren.

Wir werden Sie auf unserer Webseite weiterhin mit den aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten!

 

Hier sind einige informative Links zum Thema EIA:

Info Steckbrief

http://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=7703&article_id=21693&_psmand=24

http://www.tsk-sachsen.de/index.php/pferdegesundheit/81-equine-infektioese-anaemie-eia-oder-ansteckende-blutarmut-der-einhufer