Borreliose

Borreliose ist die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung in Europa und bereitet in Diagnostik und Therapie nicht selten Probleme.

Glücklicherweise kann heute der Übertragung der Borrelien von der Zecke auf das Pferd durch eine Impfung vorgebeugt werden. Vor allem in Gebieten mit hohem Zeckenbefall oder bei Pferden mit viel Kontakt zu Wald, Feld und Wiese ist die Impfung sinnvoll.

Wussten Sie schon, dass

  • im Durchschnitt jede 3. Zecke in Deutschland mit Borrelien infiziert ist?
  • Impfstoffe gegen Borreliose bereits in der Zecke wirken und somit bereits die Übertragung der Erreger auf das Tier verhindern können?
  • Dass die drei in Europa am häufigsten vorkommenden Stämme B. b. sensu stricto, B. afzelii und B. garinii im Impfstoff enthalten sind?

Wirkungsmechanismus:

  1. Im geimpften Pferd wird durch die Impfung die Produktion von OspA-Antikörpern angeregt. Sticht die Zecke, nimmt sie die OspA-Antikörper auf.
  2. Die Antikörper binden sich an die OspA-Proteine der Borrelien im Zeckendarm und machen die Erreger so bewegungsunfähig.
  3. In der Folge wird die Wanderung der Borrelien in die Speicheldrüsen der Zecke und damit die Übertragung auf das Pferd blockiert.

Borreliose Impfschema:

  • Grundimmunisierung: 2 Impfungen im Abstand von 2-3 Wochen (Impfbeginn ab einem Alter von 2 Jahren)
  • Boosterimpfung nach 6 Monaten (von der StIKo Vet empfohlen)
  • Wiederholungsimpfung: Jährlich vor der Zeckensaison

Weitere Informationen finden Sie hier.